Fib, weil Leo herrscht...

F wie Faithless
Sie haben ein neues Album draußen und es ist – Achtung, maßlose Untertreibung – Affentittengeil. Ich kann meinem ersten richtigen Schwarm ja im Nachhinein nicht mehr viel abgewinnen, aber für die Entdeckung von Faithless könnte ich ihm jedes Mal, wenn ein neues Album rauskommt, seine beturnschuhten Füße küssen. Doch da er mich wohl längst vergessen hat, lass ich das mal lieber. Nachher kriegt er mit – Moment, muss rechnen *ratterratter* *quietsch* – 25 n Herzinfarkt, weil sich ihm ne wildfremde Frau zu Füßen wirft. Armer Kerl. *dreckig lacht*

I wie Ischa Meijer von Connie Palmen
Hach, es ist immer schrecklich schön, ein Buch durchgelesen zu haben. Und ich meine ein richtiges Buch, bei dem man nach zwei Seiten woanders ist. Nicht dieses interessante, aber kaum inspirierende Unizeug, das wir so lesen. Es ist verrückt, ich mache mir zu den Uniwälzern kaum Notizen, geschweige denn, dass ich die Bücher mit Zetteln bestücke, während dieses Buch von mir bestimmt mindestens 10 Post-Its abbekommen hat, weil ich mir an irgendeiner Stelle was rausschreiben werde.
Schrecklich schön... Schön, weil’s toll ist, mal wieder ein Buch gelesen zu haben. Man fühlt sich hinterher immer ein bisschen klüger, oder eher ein bisschen... weiser? reicher an Erkenntnissen? und ich mag dieses Gefühl hinterher, wenn die Geschichte zuende ist und ich noch halb in dem Buch drinhänge. Wenn ich diese halbe Stunde brauche, um in die reale Welt zurückzufinden, alle meine Gedanken noch im Erzählstil des Buches fließen und ich auf diese Weise jede noch so kleine Handlung kommentiere, als würde ich mir selbst beim Leben zuschauen. „Ich ging zum Kühlschrank und öffnete ihn.“ Einfach toll... und schrecklich, weil es immer so schade ist, wenn das Buch dann ausgelesen ist und ich mir die Geschichte im Grunde nur dadurch wieder zu eigen machen kann, dass ich sie ganz von vorn lese. Und selbst dann ist es nicht mehr dasselbe, weil ich ja das Ende schon so genau kenne. Kennt irgendwer von euch ein Buch mit einem Ende, das besser ist, als die Geschichte selbst? Wenn ja, schmeißt es mir rüber. Ich will wissen, wie das ist...
Naja, jedenfalls war’s n grandioses Buch, eines der besten, die ich in den letzten zwei Jahren gelesen habe. Und das obwohl ich’s von Mum hatte... Das will mal was heißen.

B wie Brief
Mal ehrlich, wann habt ihr euren letzten geschrieben? Heute läuft doch alle Privatkorrespondenz über Telefon und Internet, wenn man sich nicht sieht, oder? Hat jemand von euch noch einen Brieffreund oder eine Brieffreundin?
Mir ist tatsächlich noch eine geblieben, mit der ich mich seit neun Jahren abgesehen von sehr seltenen Telefonaten oder noch viel selteneren Treffen ausschließlich per Post austausche. Ganz altmodisch. Papier, Stift, Schreiblaune. Mehr nicht. Heute hab ich mal wieder so einen Brief geschrieben. Hatte ganz vergessen, wie sehr sich das doch vom E-Mailschreiben unterscheidet. So viel eigenes, so viel Persönlichkeit, einfach durch die Handschrift und meine Lieblingsschreibfehler. Ich sollte das wirklich viel öfter machen.
11.12.06 23:41


 [eine Seite weiter]


Gratis bloggen bei
myblog.de